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von Gao
Xingjian (geschrieben 1985 -
Xingjian war 2000 Literaturpreisträger)
Bearbeitung: Brigitte Landes
Übersetzung: Renate Crywa und Li Jianmming
Mit Peter
Franke (Alter Liedsänger), Peter Danzeisen (Ökologe), Hogler Mahlich
(Forstdirektor Lin), Michael Maertens (Journalist), Heikko Deutschmann
(Grundschullehrer), Marina Wandruszka (Fang, Frau des Ökologen), Hieke
Falkenberg (Bedienstete Zhao) ... u. a.
Chor: Erdoğan Atalay ("Wu"), Julia
Amme, Kathrin Baar, Karen Bruckmann, Annette Daugardt, Uwe Job ... u.v.a.
Aufführung im Thalia Theater Hamburg, Spielzeit 1988/1989
Inhalt:
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Quelle:
"Artikel über China" auf der Homepage von Michael
Stoyke (dortige Abschrift
eines Artikels in der © Frankfurter Rundschau vom 31.10.1988 von Peter Iden) |
>> Die Handlung wird in Gang gesetzt durch
einen Ökologen, der im heutigen China vom Ministerium für Forstwirtschaft in
eine entlegene Bergregion geschickt wird, um nach dem Zustand der Wälder zu
sehen. In dem Dorf, das sein Stützpunkt wird, trifft er auf allerhand
zerstörerische Einflüsse: rücksichtslos beutet der lokale Forstdirektor den
Wald aus, während Journalisten die Dorfbewohner bedrängen, ihnen um jeden Preis
Belege zu liefern für die Existenz der Yetis, der Schneemenschen, weil damit
draußen in der Welt gute Geschäfte zu machen wären. Für die alte Tradition, die
in dem Dorf allmählich zerfällt, steht ein Schamane mit Zauberkräften ...
dieser ist Weiser und Schlitzohr zugleich, ein Mann vieler schlauer, aber oft
auch kluger Sprüche ...
Am Ende stirbt der Zauberer, die Zeugnisse für die
angebliche Existenz der Yetis stellen sich als Fälschungen heraus, der Wald
aber wird zum Naturschutzpark erklärt und also gerettet. Das letzte Bild
entsteht aus dem Traum eines Kindes: in dem dunklen Wald, der voller
geheimnisvoller Klänge ist, sieht ein kleiner Junge, schlafend, doch noch einen
Schneemenschen und hört dessen Stimme. <<
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Kritiken /
Zitate:
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Quelle: "Hamburger
China-Notizen" Nr. 8 vom 07.01.2001 è hier Alle
Rechte an den Texten und Bildern bei Prof. Dr. Hans Stumpfeldt www.stumpfeldt.de |
>> Die überregionale Presse nahm von der
Inszenierung nur verhalten Kenntnis, was auch sonst ihre Haltung zur
chinesischen Gegenwartsliteratur kennzeichnet. Die Hamburger Lokalpresse
rezensierte hingegen ebenso fleißig wie süffisant:
"Schlichteste, im Detail liebevoll ausgedachte
Theatermittel - ein wenig wie Kindertheater eben." (TAZ am 28.10.1988)
"Der Beifall war lang. Er honorierte mit der
guten Leistung die gute Absicht ... Aus Text, Tanz, Gesang und Pantomime, dem
Spiel mit wallenden Tüchern und ästhetisch ausgeklügelten Tableaus schuf Lin
Zhaohua ein Stück, das unterhält und zugleich an eine Wunde rührt, die uns alle
schmerzt und angeht ... was den Alster-Chinesen an akrobatischem Können fehlt,
machen sie durch Charme und Spielfreude wett." (HH Abendblatt am
28.10.1988)
"Das ist alles sehr rührend, auch niedlich -
wirklich eine rare Kuriosität ... China war uns (verdächtig) nahe gekommen -
und bleibt doch sehr fern." (Frankfurter Rundschau am 31.10.1988)
Bald war dieser Abend allseits vergessen. Seither gab
es noch manchen schüchternen Versuch, das Werk von Gao auch hierzulande bekannt
zu machen, doch erfolglos allemal. Inzwischen haben auch die chinesischen
Gegenwartsliteraten Gao vergessen.
<<
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Recherchen und Zusammenstellung
© Webmasterin Barbara F.
© Texte wie angegeben -
Weiteres Bildmaterial nicht auffindbar
© Programmheft: Thalia Theater Hamburg